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Piaggio Center
Weissensteinstrasse 53b
3007 Bern

Tel.  031 371 55 16
Fax. 031 371 75 26
Mail.
info@vespacenter.ch

Öffnungszeiten:
Montag - Freitag
07.30 - 12.00
13.30 - 18.30
Samstag
07.30 - 12.00

     

Testberichte

Erster Hybridroller auf drei Rädern

Im Frühjahr 2010 wird in der Schweiz der Piaggio MP3 Hybrid zu kaufen sein: Der erste Hybridroller. Er ist dreirädrig, stammt aus Italien und besitzt einen Verbrennungs- mit parallel geschaltetem Elektromotor. Anders als bei Hybridautos sind die beiden Motoren also nicht in Reihe geschaltet.

Mit Benzin und Strom bis zu 100 km/h
Der Piaggio MP3 Hybrid kann in vier verschiedenen Modi gefahren werden. Im reinen Elektrobetrieb kann das Gefährt eine Geschwindigkeit von 30 km/h erreichen, aber seine Spitzenleistung – im ''Hybrid-Power-Modus'' – soll etwa 100 km/h betragen. Im reinen Elektrobetrieb beträgt die Reichweite des Dreirads etwa 20 Kilometer. Eine vollständig entladene Batterie benötigt dabei etwa drei Stunden, um voll aufgeladen zu werden. Fährt man im sogenannten ''Electric reverse''-Modus, wird die Vorderradaufhängung blockiert und der Rückwärtsgang kann eingelegt werden. Hier beträgt die Spitzengeschwindigkeit vernünftige 10 km/h. Der Modus ''Hybrid charge'' wiederum dient dem Aufladen der Batterie: Der Einspritzmotor fungiert nun als Generator, der die Akkus wieder aufläd. Im Vergleich zum Laden an der Steckdose ist dies jedoch wenig effizient und teuer.

Benzinsparend und teuer
Ähnlich wie bei Hybridautos wird auch beim Piaggio MP3 Hybrid bei jedem Bremsvorgang oder beim Schieben – beim Auto wohl eher ungewöhnlich – die Batterie aufgeladen. Insgesamt ist das umweltschonende Gefährt etwa mit einem 15 PS starken Roller vergleichbar. Dabei ist der Benzinverbrauch sensationell gering und soll etwa 1,7 Liter auf 100 Kilometer betragen. Abstriche muss der Besitzer höchstens beim begrenzten Laderaum machen: Der MP3 Hybrid ist eben ''bis unters Dach'' mit Technik vollgestopft. Bleibt zu hoffen, dass sich möglichst viele Rollerfahrer für das klimaschützende Vehikel entscheiden – und bereit und in der Lage sind, 14`000.- dafür hinzulegen.

 

 

  

Ein fast idyllischer Anblick der wohl heissesten Wespe, die es je gegeben hat.

 

GTS 300 Super: Vespas Wespe sticht mächtig

 

Kür. Nur wer ganz genau hinschaut, sieht die kleinen, aber feinen Unterschiede: die schwarz lackierten Räder mit den chic polierten Felgenrändern beispielsweise oder die sportlichen Lüftungsschlitze in der rechten Seitenverkleidung, welche jedoch nicht den Motor, sondern den Benzintank mit Frischluft versorgen. Sonst ist die neue Vespa GTS 300 Super von Piaggio optisch weitgehend mit dem Schwestermodell GTS 250 identisch, also durch und durch eine Vespa im traditionellen Sinn. Da sind die typischen Markenzeichen wie die Stahlblechkarosserie, der markante Rundscheinwerfer und die Vorderradaufhängung mit klassischer Einarm-Kurzschwinge. Selbst die Gummileisten auf den Fussablagen und der praktische Gepäckhaken im Knieraum sind da.

Kein unbekannter Motor

Die Unterschiede zum Schwestermodell liegen diskret unter der fülligen Heckverkleidung verborgen. Zwar basiert der Antrieb auf dem wassergekühlten Einzylinder-Viertakter des 250er-Modells, doch durch eine grössere Bohrung und mehr Hub ergibt sich eine Hubraumerweiterung auf 278 cm³. Nicht eben viel, doch in Kombination mit dem ebenfalls geänderten Mapping der Einspritzung resultiert daraus eine deutlich bulligere Charakteristik mit sattem Drehmoment. In Zahlen: 22,3 statt 20,1 Newtonmeter bei 5000 statt 6500 U/min.

Diese Kraftspritze ist denn auch deutlich spürbar. Zwar sprintet auch die 250er-Wespe ganz flott los, doch die neue GTS 300 beherrscht diese Sportart noch souveräner. Wechselt die Ampel auf Grün, werden die Autos im Rückspiegel binnen Sekunden kleiner und kleiner. Überlegenheit zeigt sich auch beim Fahren mit konstanter Geschwindigkeit. Durch das sattere Drehmoment sind weniger hohe Drehzahlen erforderlich, was den Fahrkomfort steigert und den Benzinkonsum reduziert. Auf der Autobahn erreicht die GTS 300 knapp das ideale Tempo, um flüssig im Verkehr mitzuschwimmen.

Der Stachel steckt im Detail

Am Fahrverhalten hat sich indes wenig geändert. Die grösste beziehungsweise stärkste aller Wespen überzeugt mit leichtem Handling und – dank den 12-Zoll-Rädern – mit weitgehend untadeliger Fahrstabilität. Bei entsprechend kräftigem Zug an den Bremshebeln verzögern die Scheibenbremsen vorne und hinten ordentlich, wobei die Dosierbarkeit nicht voll zu überzeugen vermag. Freude und Ärger beschert das Staufach unter der Sitzbank: Für Servicearbeiten am Motor kann die Kunststoffwanne, ohne dass eine einzige Schraube gelöst werden muss, einfach ausgehoben werden. Weniger erfreulich ist indes, dass darin kein normal grosser Helm verstaut werden kann.

Zu bemängeln ist auch die Bedienung des Zentralständers. Aufbocken und vom Ständer nehmen geht relativ schwer. Da hilft auch der als schicker Handlauf um das Heck der Sitzbank gezogene Griff nicht viel. Insgesamt hinterlässt die neue Vespa GTS 300 Super einen guten und soliden Eindruck. Toll sind das modernisierte Design im typischen Vespa-Look und die Verarbeitung. 7595 Franken kostet der flinke Flitzer, 300 Franken mehr als das schwächer motorisierte 250er-Modell – viel Mehrleistung für relativ wenig Geld.

 
 

 

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